Migränepiercing & Piercingpunktur - Was ist das überhaupt?

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Immer wieder hört und liest man etwas über das Thema "Migränepiercing". Aber was ist das genau? Auf dieser Seite sammeln wir für euch Artikel und Informationen aus dem Internet und tragen diese hier für euch zusammen.

Gerne könnt auch ihr uns Fundstücke und Kommentare zusenden.

Migränepiercing & Piercingpunktur - Was ist das überhaupt?

Ursprünglich wurde dieses Piercing allgemein als "Migränepiercing" bezeichnet.

Dabei  handelt es sich um ein im allgemeinen Sprachgebrauch verwendeten Begriff, der ein Piercing beschreibt welches, ähnlich der klassischen Akupunktur, an einem speziellen Punkt im Ohr platziert wird, um eine Linderung der Migräne zu erreichen.

Ursprung:
Der konkrete Ursprung dieses Piercings ist heute nicht mehr zurück zu verfolgen. Bereits aus dem Jahre 1997 sind Einzelfälle bekannt, bei denen Personen davon berichteten, dass sie nach dem Stechen des so genannten "Daith Piercing" kaum noch bzw. keine Migräne mehr hatten. Ein Zusammenhang wurde hier aber zunächst noch nicht hergestellt.

Erst in den Jahren 2010-2015 tauchten vermehrt Berichte und Artikel aus den USA auf, in denen beschrieben wurde, dass das so genannte Daith Piercing gegen Migräne helfen kann. Grund hierfür soll eine gezielte Platzierung des Piercings am, in der Akupunktur so genannten, „0-Punkt“ sein.

Rahmenbedingungen in Deutschland
Im Jahre 2015 fielen diese Artikel Steve Pierce, einem Piercer aus Stuttgart, in die Hände.
Als erster Piercer in Europa überhaupt nahm er sich dieser Thematik an und versuchte  in einigen Versuchen diese Theorien zu überprüfen.
Die ersten Versuche zeigten bereits positive Ergebnisse, die zu diesem Zeitpunkt auch für Steve Pierce unerwartet waren.

Auf Basis dieser positiven Ergebnisse begann er, sich näher mit der Thematik auseinander zu setzen.
Die ersten Monate beschäftigte er sich grundsätzlich zunächst einmal mit dem Thema Migräne.

Es galt viele grundlegende Fragen zu klären.
- Bei welcher Art von Kopfschmerz und/oder Migräne hilft es überhaupt?
- Welche Seite musss gestochen werden?
- Bei wem oder Wochen Krankheiten sollte man nicht stechen?
- Was gilt es vorab zum Krankheitsbild des Kunden zu wissen?
- Was sollte oder kann nach dem Stechen passiert?
- Wie finde ich überhaupt den richtigen Punkt?
- uvm.
Ein einfaches 'drauf los stechen' hätte zur folgen haben können, dass es überhaupt keinen Erfolg hat.

Nachdem diese Fragen medizinisch abgeklärt waren wurden weiter Daith Piercings gestochen.
Zunächst wurde das Daith Piercing nur ungefähr auf Basis von Grafiken durchstochen. Die Ergebnisse waren zwar gut aber noch nicht optimal.  Es gab jedoch weitere und immer mehr positive Erfolgserlebnisse, die Steve Pierce weiter motivierten.

Der Durchbruch gelang ihm, indem er das Verfahren perfektionierte.
Aus rechtlichen Gründen darf hier nicht näher darauf eingegangen werden.

Die Erfolge waren kaum noch von der Hand zu weisen.  Steve Pierce begann damit seine Erfahrungen zu publizieren, in speziellen Online Communitys zu teilen, andere Piercer zu unterrichten und versuchte weitere Ärzte zu gewinnen, um die bereits erlangten Erkenntnisse, in wissenschaftlichen Studien zu festigen und zu dokumentieren.

Auf Grund der unglaublich positiven Ergebnisse und der vielen positiven Berichte der Kunden geriet das Thema „Migräne Piercing“ unter Steve Pierce sehr schnell zu einem beliebten Thema in den Medien. Binnen weniger Wochen war dieses Thema in vielen TV-, Online-, Radio- und Printmedien vertreten.

Vermehrt begannen andere Studios erfolgreich, dieses Verfahren zu kopieren und konnten ebenfalls bemerkenswerte Ergebnisse erzielen.
Diese mediale Aufmerksamkeit hatte aber nicht nur positive Auswirkungen. Bereits wenige Tage nach diesen TV Berichten bildeten sich Gruppen aus Kritikern, die dieses Verfahren als „Placebo“, „Geldmacherei“ oder „Humbug“ abtaten. Es mehrten sich Anfeindungen, überwiegend aus Kreisen der Pharmaindustrie nahestehenden Institutionen und vor allen Kopfschmerzkliniken.

Zum Beispiel wurde aus dem Umkreis von Schmerzkliniken bemängelt, dass  diesem Verfahren keinerlei wissenschaftliche Belegbarkeit zu Grunde liegt. Dieses Argument war  begründet, da  zu diesem Zeitpunkt ausschließlich die positiven Erfahrungen der Kunden vorlagen. Diese haben als persönliche Meinung von Privatpersonen keine Gültigkeit für wissenschaftliche Erhebungen.

Die Wirksamkeit fachlich und wissenschaftlich fundiert zu belegen und zu dokumentieren war  das angestrebte Ziel der oben bereits erwähnten angedachten Studie.
Da Steve Pierce selber kein ausgebildeter Mediziner ist, konnte er die vielen positiven Ergebnisse weder erklären noch belegen. Genau dies war allerdings auch der Grund weshalb er auf der Suche nach einem Mediziner war, der ihm half zu erforschen, weshalb  die Piercings sich so positiv auf Migräne auswirkten.

Viele Mediziner diskutierten offen über dieses Thema. Viele Kunden, die durch unterschiedlichste Piercer das „spezielle Daith Piercing“ erhalten hatten und eine deutliche Linderung ihrer Migräne Symptome erfahren durften, waren von der Wirksamkeit der Piercings überzeugt und wünschten sich eine medizinische Untersuchung dieser einfachen alternativen Möglichkeit zur klassischen schulmedizinischen Behandlung mit Schmerzmitteln.

Nach einer monatelangen medialen Schlammschlacht und einer immer größer werdenden Aufmerksamkeit zu diesem Thema wurden diese einfachen Piercings einigen Institutionen offensichtlich zu gefährlich. Man sah seine finanziellen Gewinne schwinden und die Gefahr dass sich diese Thema weiter ausbreitet und sich noch mehr Piercer mit diesem Thema beschäftigen, wurde zu groß. Man versuchte diese Idee im Keim zu ersticken.

Da eine Effektivität dieses Verfahrens nicht mehr von der Hand zu weisen war, gab es für diese Institutionen nur noch eine Möglichkeit: Man nutzte die  juristischen Möglichkeiten in vollem Maße aus.

Letzten Endes versuchte man die gesamte Bewegung durch eine Unterlassungsaufforderung zu unterbinden. Da Steve Pierce weder Arzt noch Heilpraktiker ist, sei es ihm, laut deutschem Heilpraktikergesetz, weder erlaubt zu heilen noch zu lindern. Alleine die Bezeichnung „Migräne Piercing“ könne eine Heilung suggerieren. Dies Wiederrum stelle aber einen Verstoß gegen das Heilpraktikergesetz dar. Durch diese Unterlassungserklärung wurde Steve Pierce faktisch die Verwendung dieser Begrifflichkeit zu Werbezwecken untersagt.

Er dürfe lediglich weiter Piercings zu ästhetischen Zwecken stechen. Diese dürfe aber nicht zum Zwecke einer Heilung oder Linderung geschehen.

Steve Piere erfand und prägte daraufhin die Begrifflichkeit „Piercingpunktur“. Dieser Begriff wird abgleitet von dem altlateinischen „punktura“- durchstechen.

Hierbei handelt es sich lediglich um eine modische und ästhetische Art des Piercens bei der  die Örtlichkeit  der „zu durchstechenden Stelle“ konkret definiert ist.

Der Begriff „Daith Piercing“ ist leider zu ungenau und es könnte sich hier um unterschiedlichste Punkte handeln. Deshalb definiert die Begrifflichkeit „eine Piercingpunktur am ..XYZ..Punkt“ lediglich die konkrete  Örtlichkeit, an welcher der Kunde sein ästhetisches Piercing platziert haben möchte.

Es wird ausdrücklich keine Linderung oder Heilung irgendwelcher Krankheiten versprochen. Es handelt sich hier lediglich um einen modischen Trend bei welchem gezielte Körperstellen durchstochen werden. Die Bezeichnungen diese Punkte sind angelehnt an die klassische TCM. Es wird ausdrücklich von Kunden gewünscht, dass diese Örtlichkeiten gezielt  zu ästhetischen Zwecken durchstochen wird. Das Piercen dieser Punkte hat keinerlei medizinische oder heilende Hintergründe.

Inzwischen erfolgte eine Anzeige dieser Institutionen gegen Steve Pierce wegen des Verstoßes gegen das Heilpraktikergesetz. Die Begründung: "Das ausmessen der jeweiligen Punkte stelle eine Diagnostik dar, Diagnosen widerrum dürfen aber nur von Ärzten oder Heilpraktikern gestellt werden".

Ein weiterer Verlauf ist hier abzuwarten.

Quelle: Facebook - Artikel: Benny Miles